PRK (PHOTOREFRAKTIVE KERATEKTOMIE)

Bei manchen Menschen ist eine LASIK aus medizinischen Gründen, z.B. bei einer zu dünnen oder vernarbten Hornhaut, oder aufgrund besonderer sportlicher oder beruflicher Anforderungen keine Option. In solchen Fällen gibt es eine wirksame Alternative: die sogenannte Oberflächenbehandlung PRK (Photorefraktive Keratektomie). Bei der PRK wird im Gegensatz zur LASIK die äußerste Hornhautschicht, das Epithel, entfernt.

VOR DER PRK-BEHANDLUNG

Am Behandlungstag selbst müssen Sie sich nicht speziell auf den Eingriff vorbereiten und können normal essen. Da der Laser von Alkohol-Dämpfen beeinflusst werden kann, dürfen Sie allerdings kein Make-up oder andere Kosmetika wie Haarspray, Rasierwasser oder Parfüm verwenden. Planen Sie ca. zwei Stunden für Ihren Aufenthalt im Laserzentrum ein und bedenken Sie, dass Sie nach dem Eingriff nicht fahrtüchtig sind. Es empfiehlt sich, eine Sonnenbrille mitzubringen.

BEHANDLUNGSABLAUF

Unsere Hornhaut hat fünf Schichten. Bei der LASIK wird die Behandlung in einer tieferen Schicht des Stromas durchgeführt. Die PRK setzt direkt unter der äußersten Hornhautschicht, dem Epithel, an und das Stroma wird oberflächlich abgetragen.

  • Nach einer lokalen Betäubung mit Augentropfen wird die Epithelschicht auf der Hornhaut abgetragen
  • Korrektur des Sehfehlers: Der Laser bearbeitet nun einen genau definierten Bereich der Hornhaut. Die Dauer dieses Vorgangs variiert je nach Stärke der Fehlsichtigkeit, beträgt aber nur wenige Sekunden. Während des Vorgangs sehen Sie vorübergehend unscharf.
  • Zum Schutz des Auges setzen wir Ihnen anschließend eine Kontaktlinse ein. Das Epithelgewebe regeneriert sich innerhalb von wenigen Tagen.

NACH DER PRK-BEHANDLUNG

Unmittelbar nach der Behandlung können Sie sich für ca. 30 Minuten in unserem Ruheraum entspannen. Anschließend können Sie sich nach Hause begleiten lassen, selbst Autofahren dürfen Sie nicht. Wir geben Ihnen die nötigen Augentropfen mit und erklären Ihnen ausführlich, auf was Sie in der Zeit nach der Behandlung achten müssen und wie Sie die Augentropfen anwenden sollen.

Am Anfang spüren Sie in der Regel noch ein Reiben, Brennen und Tränen der Augen und sind etwas blendempfindlich. Das bessert sich in den folgenden zwei bis drei Tagen. Die Verbandskontaktlinse wird entfernt, sobald die oberste Hornhautschicht wieder verheilt ist. Danach kann die Sehkraft noch für ein paar Wochen mehr oder weniger stark schwanken.

Bis zur Wiederherstellung des Sehvermögens dauert es einige Tage. Ungefähr eine Woche nach der Behandlung können Sie wieder Ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Die vollständige Sehleistung wird nach mehreren Wochen erreicht.

Für einen optimalen Heilungsprozess ist es wichtig, dass Sie Ihre Kontrolltermine wahrnehmen.

Diese finden in folgenden Abständen statt:

  • am ersten Tag und ggf. am zweiten und/oder dritten Tag nach der Behandlung
  • nach 1 Woche
  • nach 4 Wochen
  • nach 3 Monaten

Pro/Contra

Vorteile der PRK: 

  • keine Flap-bedingten Risiken
  • das Auge wird weniger verändert
  • keine Trockenheit

Nachteile der PRK:

  • wenig geeignet bei Weitsichtigkeit
  • längere Heilungsphase
  • ersten paar Tage der Heilungsphase sind unangenehm